Kultur

andere Sammlungen!

 

 

  Home

Baldrian & Kakteen?
mehr Infos

Impressum

Bilder aus meiner Sammlung

1983
Etwa 5 Jahre nachdem ich meinen 1.
Kaktus bekam, zählte meine Sammlung
bereits über 100 Pflanzen, die ich den
Sommer über auf den Balkon stellte,
(rechtes Bild), und im Winter die freie
Fensterbank unserer Hauptschule in
`Beschlag´nehmen durfte (oben).
Die 1.Blüten beeindruckten mich sogar
auf meinem Fensterbrett, wenngleich
die notdürftige Stellage aus Legosteinen
provisorisch gefertigt wurde.

                                      1987
Bereits 2 Jahre nach meinem Beginn der Gärtnerlehre konnte ich eine wenige m2
große Ecke meiner Betriebsstätte besetzen. Die Bilder entstanden kurz bevor mein
damaliger Chef die Heizung stilllegte, und ich einen Großteil meiner Sammlung ver-
lor. Es herrschten über längere Zeit unter -10°C, und alle Pflanzen waren durch und
durch gefroren- mir brach das Herz, und ich konnte lediglich einen traurigen Rest,
überwiegend Vertreter aus dem Opuntien-Formenkreis durchbringen.

1993
Nach meinem Arbeitswechsel in eine
andere Gärtnerei, konnte ich mir einen
langjährigen Traum erfüllen- ein eigenes
Gewächshaus. Und natürlich durfte da
auch ein großzügiges Freibeet nicht
fehlen (oben und links).
leider stellte sich allzuschnell heraus,
dass die anfangs reichlichen 24m2 doch
nicht so üppig sind, und ich musste mir
was einfallen lassen, und so gesellten
sich noch ein Folientunnel (36m2), und
noch ein Folientunnel (18m2), ein kleines
Häuschen (9m2) und ein eigenentwor-
fenes Holzhaus (18m2) dazu.

Platzprobleme, so möchte man da meinen, wären mir ein Fremdwort, aber wies bei
den Kaktusnarrischen halt mal so ist, reichte der Platz wieder hint und vorn nicht.
Völlig unakzeptabel war, dass alles völlig provisorisch dastand, ohne jede Automatik, und ich bei jedem Wetterumschwung von zu Hause schnell 17km fahren musste, um alles auf- und zuzulüften. Ich erinnere mich noch genau, als vor wenigen Jahren mitten in der Nacht plötzlich ein Unwetter aufzog, und ich wie von der Tarantel gestochen lediglich mit der Unterhose bekleidet aufsprang und blitzartig zu meinen Kakteen gefahren bin, um alles abzulüften- ein ewiges hin- und her. Nun, so ging das 10 Jahre.
Besonders kritisch war auch meine Heizung, anfänglich einen uralten Gasradiator, der wirklich an der Schmerzgrenze zum Selbstmord für mich und meine Kakteen zu beschreiben war. Es folgte ein mehr oder weniger moderner Gasofen, der aber nicht nach Temperatur, sondern nur nach Gefühl eingeschaltet werden konnte. Für Luftumwälzung sorgten 2 treue Heizlüfter. Auch hier das selbe; schönes Wetter- Heizung ausschalten, droht Frost- einschalten. Urlaub? Keine Rede- viel zu gefährlich.

2001

Nein, das ist keine neue Verglasung oder irgend ein Versuch für Zwangsbelüftung zu
sorgen. es war der Hagel des Jahrhunderts. Und spätestens seit diesem Tag wurde mir
klar, dass normales Glas zur Bedachung eines Gewächshauses das letzte, aber auch
wirklich allerletzte ist, was ich mir und meinen Kakteen jemals wieder antun werde.
Zu dem Zeitpunkt des Unwetters, der eine wahre Katastrophe für unsere Gegend, den
schönen Chiemgau bedeutete, war ich bei guten Freunden in Österreich zum grillen.
Lediglich nebenbei hörten wir im Radio von dem Unwetter. Gut, ruf ich halt nach
Hause, und frag meinen Chef, wie die Lage steht. Seine Antwort traf mich wie eine
`Watschn´ ins Gesicht, als er eher ironisch sagte; `bei Dir ist keine einzige Scheibe mehr ganz´. 
Leider kam kein beruhigender Nachsatz, ich hoffte sehr, er würde einen schlechten Witz machen, 
aber es war wirklich so. Ich konnte erst am darauffolgenden Tag das Desaster anschaun,
 und hätte soetwas nicht erwartet. Das Glas wurde vorsichtig von den teilweise völlig 
zerstörten Pflanzen genommen, und das ganze Haus bekam eine Verglasung aus Stegdoppelplatten.

2003 das Jahr der Entscheidung...

Ja, das bin ich, und so sieht jemand aus, der wirklich 
viel arbeitet.
Der Grund, warum ich mir 6 Wochen kostbaren Urlaub geopfert habe, ist die Errichtung meines neuen Gewächshauses, ein Thermohaus, genauer gesagt, für Kakteen wohl das optimalste und dabei kostengünstigste, was man sich wünschen kann. 25m lang und 6m breit ist mein `Reich´, und ich habe wirklich Blut und Wasser geschwitzt, schließlich musste alles gepflastert werden, alles eingeräumt, nochmal gestreichelt und sauber gemacht werden. Aber es hat sich gelohnt, und sogar für eine kleine Ratschecke hat Platz.

       Einblick in mein neues zu Hause                                           ein toller Arbeitstisch- selfmade!

rechts sind noch einige fleißig am Blühen.
Es war aber auch ein Jahrhundert-Sommer
Wie lange der Platz wohl diesmal reicht...

tja, und wies dann weiterging seht Ihr auf der nächsten Seite!  Klick HIER....
 
© 2000 by [ Michael Kießling] www.Tephrowelt.de
Stand: 28. January 2008 11:11:02